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Informationen der Polizei: Prävention, Aufklärung, Beratung
30.04.2020

Afrikanische Schweinepest erfordert Wachsamkeit

Auf diese erfreuliche Mitteilung hat die Jägerschaft schon gewartet. Die Gewährung einer Aufwandsentschädigung in Höhe von 20 Euro für erlegte Frischlinge, Überläuferbachen und Bachen, die für die Aufzucht von Jungtieren nicht notwendig sind, wird auch für das Jagdjahr 2019/2020 fortgesetzt. Diese Vergütung hat sich als Motivation für die Jägerschaft zur weiteren Reduktion des Schwarzwildes sehr bewährt.

Das Landratsamt bestätigt derzeit die Streckenlisten für das Jagdjahr 2019/2020 und schickt diese zusammen mit dem Antrag an alle Pächter, Eigenjagdbesitzer und Forstbetriebe im Landkreis, die ein Wildschwein geschossen haben, für das eine Antragsberechtigung besteht. Nach derzeitiger Regelung sind das männliche und weibliche Frischlinge, weibliche Überläufer und nichtführende Bachen.

Als staatliche Abrechnungsstelle wird das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) das bereits etablierte Antrags- und Auszahlungs-verfahren für das Jagdjahr 2019/2020 fortführen. Als externer Dienstleister wird der Bayerische Jagdverband das LGL bei der Abrechnung unterstützen. Die Erstattungsanträge der Jagdausübungsberechtigten für das Jagdjahr 2019/2020, die das Landratsamt in den nächsten beiden Wochen versenden wird, sind bis spätestens 15. Juli einzureichen. Nähere Informationen zum Entschädigungsverfahren finden sich unter

https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/asp/index.htm

Trotz des intensiven Einsatzes der Jagd- und Katastrophenschutzbehörde bei der Beherrschung der Corona-Pandemie wurde auch die Afrikanische Schweinepest als hochansteckende Tierseuche nicht aus den Augen verloren. Auch der Landkreis Schwandorf hat bereits 2019 die Landkreisaufwandsentschädigung für das aktuelle Jagdjahr wieder aufgelegt. Erfreulicherweise stellt Corona auch kein Vollzugshemmnis bei der Einsatzausweitung der Nachtsichttechnik im Rahmen der Schwarzwildbekämpfung dar, weil die Jagdbehörde dies im Rahmen der Allgemeinverfügung vom 10. März 2020 generell als zulässige Jagdmethode für das gesamte Gebiet des Landkreises Schwandorf genehmigt hat und deshalb die zahlreichen Einzelgenehmigungsverfahren entfallen sind.